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Aarau Tabloid
Pflicht vor Kür und ein
wenig Keith Richards
Aarau. 61 Absolventinnen
und Absolventen der Wirtschaftsmittelschule haben
die Matur geschafft.
Insgesamt 61 Absolventinnen und
Absolventen der Wirtschaftsmittelschule Aarau haben
ihre Maturzeugnisse bei einem feierlichen Akt
entgegengenommen. Das Jazz-Orchester der Alten
Kantonsschule Aarau unter der Leitung von Fritz
Renold sorgte für einen fulminanten Einstieg in die
Maturfeier.
Ulrich Salm, Leiter der
Wirtschaftsmittelschule Aarau, begrüsste die
Maturandinnen und Maturanden, die Vertreter der
Unternehmen, der Behörden und der Schule in der
Aula des Albert-Einstein-Hauses mit dem Zitat des
bekanntesten Absolventen der Alten Kanti: «Mehr als
die Vergangenheit interessiert mich die Zukunft,
denn in ihr gedenke ich zu leben.» Quasi als
Primeur durfte Salm den Anwesenden bekannt geben,
dass die Wirtschaftsmittelschule nach jahrelangen
Bemühungen heute die Anerkennung der Berufsmaturität
von Bern erhalten habe.
Salm dankte den zahlreich
erschienenen Vertretern der Unternehmen auch für
die gute Zusammenarbeit, welche die Voraussetzung für
die Umsetzung des Praxisjahres darstellt. Nach den
Erfahrungen der ersten Jahre darf das Praxisjahr als
Erfolg gewertet werden; die Rückmeldungen von
Unternehmen und Praktikanten sind sehr positiv, die
Angebote aus den verschiedensten Branchen übersteigen
deutlich die Zahl der Stellensuchenden.
Prämierungen der Aula
Im Namen des Ehemaligenvereins
Aula durfte Salm als Anerkennung für ihre besonders
gelungenen Maturarbeiten Roman Meier und Alex
Pullich einen Preis überreichen. Während sich
Roman Meier auf eindrückliche Art und Weise mit der
Thematik der Leistungen der IV im Falle von
POS-Diagnosen auseinandergesetzt hatte, überzeugte
Alexander Pullich mit seiner profunden und konkret
angewandten Arbeit über die Nachkalkulation im
Versicherungswesen.
Daniel
Isler, Gründer und heutiger CEO der Fargate AG,
zeigte den Maturandinnen und Maturanden seinen Weg
auf, der von Unternehmensgründungen und
Weiterbildungen geprägt ist. Diese Mischung von
aktivem Handeln, Übernahme von Risiken, Annahme von
Herausforderungen und gleichzeitiger Vertiefung in
theoretische Grundlagen empfahl er auch als
Lebensmuster für ihre Zukunft. Für den Unternehmer
kommt die Pflicht ganz einfach vor der Kür. Er
bezog seine Aussagen nicht nur auf den beruflichen
Werdegang, sondern empfahl den Maturandinnen und
Maturanden, ihre komische Seite, den Freak, ebenso
zu kultivieren und sich wie Keith Richards voll und
ganz einer Begeisterung hinzugeben.
(pd/az)
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