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Mittellandzeitung · 23. September 2006

Aarau Tabloid

Pflicht vor Kür und ein wenig Keith Richards

Aarau. 61 Absolventinnen und Absolventen der Wirtschaftsmittelschule haben die Matur geschafft.

Insgesamt 61 Absolventinnen und Absolventen der Wirtschaftsmittelschule Aarau haben ihre Maturzeugnisse bei einem feierlichen Akt entgegengenommen. Das Jazz-Orchester der Alten Kantonsschule Aarau unter der Leitung von Fritz Renold sorgte für einen fulminanten Einstieg in die Maturfeier.

Ulrich Salm, Leiter der Wirtschaftsmittelschule Aarau, begrüsste die Maturandinnen und Maturanden, die Vertreter der Unternehmen, der Behörden und der Schule in der Aula des Albert-Einstein-Hauses mit dem Zitat des bekanntesten Absolventen der Alten Kanti: «Mehr als die Vergangenheit interessiert mich die Zukunft, denn in ihr gedenke ich zu leben.» Quasi als Primeur durfte Salm den Anwesenden bekannt geben, dass die Wirtschaftsmittelschule nach jahrelangen Bemühungen heute die Anerkennung der Berufsmaturität von Bern erhalten habe.

Salm dankte den zahlreich erschienenen Vertretern der Unternehmen auch für die gute Zusammenarbeit, welche die Voraussetzung für die Umsetzung des Praxisjahres darstellt. Nach den Erfahrungen der ersten Jahre darf das Praxisjahr als Erfolg gewertet werden; die Rückmeldungen von Unternehmen und Praktikanten sind sehr positiv, die Angebote aus den verschiedensten Branchen übersteigen deutlich die Zahl der Stellensuchenden.

Prämierungen der Aula

Im Namen des Ehemaligenvereins Aula durfte Salm als Anerkennung für ihre besonders gelungenen Maturarbeiten Roman Meier und Alex Pullich einen Preis überreichen. Während sich Roman Meier auf eindrückliche Art und Weise mit der Thematik der Leistungen der IV im Falle von POS-Diagnosen auseinandergesetzt hatte, überzeugte Alexander Pullich mit seiner profunden und konkret angewandten Arbeit über die Nachkalkulation im Versicherungswesen.

Daniel Isler, Gründer und heutiger CEO der Fargate AG, zeigte den Maturandinnen und Maturanden seinen Weg auf, der von Unternehmensgründungen und Weiterbildungen geprägt ist. Diese Mischung von aktivem Handeln, Übernahme von Risiken, Annahme von Herausforderungen und gleichzeitiger Vertiefung in theoretische Grundlagen empfahl er auch als Lebensmuster für ihre Zukunft. Für den Unternehmer kommt die Pflicht ganz einfach vor der Kür. Er bezog seine Aussagen nicht nur auf den beruflichen Werdegang, sondern empfahl den Maturandinnen und Maturanden, ihre komische Seite, den Freak, ebenso zu kultivieren und sich wie Keith Richards voll und ganz einer Begeisterung hinzugeben.

(pd/az)

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