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Bulletin der Höheren Wirtschafts- und
Verwaltungsschule Olten
Marketing-Rezepte für den japanischen Markt
durchgespielt
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Daniel Isler & Heinz Zürcher (Fargate), Dr. Jürg Schneider (Dozent FHSO), Dr.
C. Michael Domenghino (Dozent FHSO),
Claudia Signorelli (Studentin FHSO), Andreas
Müller (Student FHSO), Alfred F. Rechsteiner (OSEC), Dr. Peter Abplanalp (Direktor FHSO). |
Der Scheizer Markt bringt für viele Klein- und
Mittelunternehmungen (KMU) kaum noch befriedigende Zahlen. Warum also nicht
in die Märkte im boomenden Fernen Osten expandieren? Doch wie? Unter der
Leitung der beiden Dozenten Dr. C. Michael Domenghino und Dr. Jürg Schneider
fand an der HWV Olten eine interessante Präsentation der beiden Firmen Tozai
und Osec zum Thema "Japanexpansion für hiesige KMU" statt.
Nachfrage nach Schweizer Qualitätsprodukten
Die asiatischen Märkte werden in den nächsten Jahren im
internationalen Vergleich die höchsten Wachstumsraten aufweisen. In
führenden asiatischen Wirtschaftsregionen nehmen sowohl Kaufkraft als auch
Konsumkultur der Durchschnittsbevölkerung immer mehr westlichen Charakter
an. Insbesondere in Japan verlangen die jüngeren Konsumenten vermehrt nach
innovativen, qualitativ hochstehenden Westprodukten. Von diesem
Nachfragetrend können nicht zuletzt auch "Swiss Image"-Produkte
profitieren. Die Firma Tozai konnte dies mit Hilfe von konkreten
Exportprojekten mit Qualitätsunterwäsche des Ethnodesigners Michel Jordi
und exklusiven Likören mit Matterhornmotiven beweisen.
Schwellenängste der KMU
Schweizer Grosskonzerne haben längst erkannt, dass für
europäische Qualitätsarbeit in asiatischen Boommärkte ein immenses
Absatzpotenzial schlummert. Unter den KMU befinden sich jedoch erst wenige,
welche eine Expansion nach Asien konkret angegangen sind. Viele fürchten
sich vor hohen Beratungskosten, unüberwindbaren Organisationshürden und
übermächtiger Konkurrenz aus Billiglohnländern. Die Ausführungen von Osec
und Tozai haben jedoch klar gezeigt, dass auch oder gerade für unsere KMU
der Asienzug bereits angefahren ist. Bekanntlich nimmt der Aufbau von
Geschäftsbeziehungen nach Asien infolge der ausgeprägten Vertrauenskultur
der Asiaten stets einige Zeit in Anspruch. Viele Firmen haben ihre ersten
Asienfäden bereits still und heimlich gezogen und werden ihre Mitbewerber
irgendwann in naher Zukunft mit plötzlichen Umsatzsteigerungen überraschen.
Für unsere KMU gilt deshalb: Säe heute, wenn du morgen ernten willst.
Japanspezialisten als Jungunternehmer
Den ersten Block dieser Präsentation gestalteten zwei
Vertreter der Firma Tozai (TO = Ost, ZAI = West). Tozai ist eine
prosperierende Jungunternehmung mit Niederlassungen in Zug und Tokio. Ueber
diese permanente Brücke nach Japan versucht Tozai interessante Produkte von
Schweizer KMU in ferne Absatzmärkte einzuschleusen. Dabei gilt die
Geschäftsstelle in Tokio gewissermassen als "trojanisches Pferd"
im schwer zugänglichen Japanmarkt. Die beiden Tozai-Partner Heinz Zürcher
und Daniel Isler haben seinerzeit die Jungunternehmerschule (JUS) der HWV
Olten absolviert.
Beratung durch Osec
Die Schweizerische Zentrale für Handelsförderung (Osec)
ist eine vom Bund unterstützte, privatrechtliche
Exportförderungsorganisation. Ihr Abteilungsleiter Asien, Alfred
Rechsteiner, veranschaulichte die Bedeutung der wachsenden
"Tiger-Märkte". Um KMU den Einstieg in Märkte mit einer anderen
Kultur und anderen Handelsusanzen zu erleichtern, bietet die Osec
kostengünstige und effiziente Hilfe an, z.B. Marktabklärungen und
Unterstützung beim Markteintritt – dies nicht nur für Asien, sondern für
die ganze Welt.
Unternehmen statt unterlassen
Die Veranstaltung an der HWV Olten zeigte auf, dass die
Erschliessung ferner Absatzregionen im Fernen Osten auch für hiesige KMU
durchaus realistisch ist. Durch die feste Partnerschaft mit einem schlanken
und direkt operierenden Japanspezialisten und die situativ eingeholten
Beratung einer Exportberatungsinstitution können in einem vernünftigen Kosten- und Zeitrahmen durchaus konkrete Resultate erwartet werden.
Claudia Signorelli und Andreas
Müller
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