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Wenn KMU an boomenden Märkten teilhaben wollen
Der Schweizer Markt bringt für viele Klein- und Mittelunternehmen (KMU) kaum noch befriedigende Zahlen. Die HWV Olten befasste sich unter anderem zusammen mit der Handelsförderungsorganisation OSEC über die Möglichkeiten einer Expansion nach Japan.
Die asiatischen Märkte werden in den kommenden Jahren im weltweiten Vergleich die höchsten Wachstumsraten aufweisen. Insbesondere in Japan verlangen die jüngeren Konsumenten vermehrt nach innovativen, qualitativ hochstehenden Westprodukten.
Schwellenangst der KMU
Von diesem Nachfragetrend könnten nicht zuletzt auch "Swiss-Image"-Produkte profitieren, so der Grundtenor einer Tagung in Olten. Die Unternehmung Tozai konnte dies anhand von konkreten Exportprojekten mit Qualitätsunterwäsche des Ethno-Designers Michael Jordi eindrücklich darlegen.
Schweizer Grosskonzerne haben längst erkannt, dass für europäische Qualitätsarbeit in asiatischen Boom-Märkten ein immenses Absatzpotential schlummert. Die Votanten stellten jedoch ein Abseitsstehen der KMU fest. Viele würden sich vor hohen Beratungskosten, scheinbar unüberwindbaren verwaltungstechnischen Hürden und übermächtiger Konkurrenz aus Billiglohnländern fürchten.
Vertreter der Handelsförderungsorganisation OSEC und der Unternehmung Tozai wiesen darauf hin, dass der "Asienzug" bereits angefahren sei. Bekanntlich nehme der Aufbau von Geschäftsbeziehungen nach Asien infolge der ausgeprägten Vertrauenskultur der Asiaten stets einige Zeit in Anspruch.
Tozai ist eine erfolgreiche Jungunternehmung mit Niederlassungen in Zug und Tokio. Über diese permanente Brücke nach Japan versucht Tozai, interessante Produkte von Schweizer KMU in ferne Absatzmärkte einzuschleusen.
Die beiden Tozai-Partner Heinz Zürcher und Daniel Isler sind im übrigen Absolventen der Jungunternehmerschule in Olten.
Claudia Signorelli und Andreas
Müller
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