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Asien lockt auch die Kleinen
Jungfirma Tozai will den KMU Tür und Tor nach Asien öffnen.
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Brückenkopf nach Asien: Tozai-Chefs
Daniel Isler (links) und Heinz Zürcher |
Jetzt ist es höchste Zeit für die Schweizer Klein- und
Mittelbetriebe (KMU), den asiatischen Markt zu erobern. Diese Meinung
vertritt die Jungfirma Tozai, die den KMU beim Sprung nach Fernost unter die
Arme greift. Eintrittsland für die boomenden asiatischen Wachstumsmärkte
ist Japan. Dort installierte die Tozai auch ihren ersten Brückenkopf.
Weitere sind in Korea, Singapur und China geplant.
Für die multinationalen Grosskonzerne hat der asiatische
Markt Priorität. Kein Wunder, denn die Märkte von China, Korea, Singapur,
Taiwan oder Japan verfügen über ein riesiges Wachstumspotential. "Der
Weg zur Eroberung des asiatischen Marktes führt über Japan", hält
dazu die Handelskammer Schweiz-Japan fest. Gerade Japan war aber über
Jahrzehnte ein abgeschotteter Markt, wo ausländische Firmen kaum Chancen
hatten, mit ihren Produkten Fuss zu fassen.
Doch diese Zeiten sind vorbei. Westliche Waren sind in
Japan gefragt wie noch nie. Vor allem die jüngere Generation deckt sich mit
Konsumgütern aus dem Westen ein. Heiss begehrt sind beispielsweise die
Spielwaren von Toys'R'Us. CDs und Schallplatten werden bei Tower Records
gekauft, und Nivea gehört in Japan zur beliebtesten Hautcreme. McDonald's
avancierte sogar zur grössten und erfolgreichsten Restaurantkette im Lande
Nippons.
Doch auch den Klein- und Mittelbetrieben bieten sich mit
ihren Nischenprodukten grosse Möglichkeiten. "Japan öffnet neue
Chancen für die Schweizer KMU", glaubt auch Heinz Zürcher, Mitinhaber
der Tozai Group mit Vertretungen in London, Tokio und Zug. Bei Reisen nach
Japan stellte er fest, dass gerade "Swiss made"-Produkte äusserst
begehrt sind.
Trotzdem ist der Aufbau eines Exportkanals nach Fernost
alles andere als einfach. Eine andere Mentalität, ein anderes Geschäftsgebaren,
andere Vorschriften sowie die fremde Sprache sind für kleinere Firmen grosse
Hürden. Deshalb verzichten viele KMU auf den Versuch, nach Japan zu
exportieren. Das will Heinz Zürcher ändern. Der heute 27-jährige besuchte
vor Jahren die Jungunternehmerschule an der HWV Olten, war Mitbegründer der
auf Computer-Netzwerke spezialisierten AZ-Datentechnik. Bei seiner Tätigkeit
reiste er verschiedene Male nach Asien und entdeckte die boomenden Wachstumsmärkte.
"Ich sah meine unternehmerische Zukunft im globalen Transfergeschäft",
sagt Zürcher, der kurzerhand seinen Anteil an der florierenden
Datentechnik-Firma verkaufte.
Gezielt bildete er sich für seine zukünftige Tätigkeit
weiter. Dann erarbeitete er zusammen mit dem Engländer Andy Mankiewicz ein
Konzept, welches den KMU den Einstieg in den asiatischen Markt erleichtern
soll. Dabei war dem Team bewusst, dass schon einige Organisationen und
Beratungsfirmen die Exportförderung auf ihre Fahne geschrieben haben.
"Aber die besten Exportkonzepte bringen nichts, wenn sie nicht effizient
und schnell umgesetzt werden", sagt Zürcher.
Exakt bei der Umsetzung liegt die Besonderheit des
Tozai-Konzeptes. Nicht nur Beratung sollte den KMU angeboten werden, sondern
aktive Verkaufsunterstützung. Dafür brachte der englische Partner das
richtige Know-how ein, denn der 26-jährige Jungmanager lebte und arbeitete während
dreier Jahre in Tokio. Er kennt also das Land, hat dort Kontakte und spricht
sogar Japanisch.
Um die Idee in die Tat umzusetzen, wurde die von
Mankiewicz vor zwei Jahren in London gegründete Firma Tozai Consulting in
die Tozai Group Ltd. umgebaut. Mankiewicz selber führt das Büro in Tokio.
Die im August 1996 gegründete Tozai Group AG mit Sitz in Zug wird von Zürcher
zusammen mit dem 33-jährigen Ingenieur Daniel Isler geleitet.
Obwohl die Firmengruppe erst seit gut drei Monaten aktiv
tätig ist, konnten schon einige Kunden von der neuen Dienstleistung überzeugt
werden. Die Flexibilität und der Tatendrang der jungen Firmenchefs überzeugen.
"Wir wollen", erklärt Zürcher, "die Produkte unserer Kunden
möglichst schnell zum Endverbrauchermarkt bringen". Dafür übernimmt
die Tozai-Niederlassung in Tokio die aktive Vertretung und Verkaufsförderung
vor Ort, und dies erst noch grösstenteils auf Provisionsbasis. Damit übernimmt
die Jungfirma selber einen Teil des Risikos, welches die Erschliessung eines
neuen Marktes immer in sich birgt.
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Prüfstand
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Fuss fassen im japanischen Markt
Die Jungfirma Tozai öffnet für Klein-
und Mittelunternehmen den asiatischen Markt. Das Schwergewicht liegt
derzeit auf Konsumgütern wie Lifestyle- und Designer-Produkten,
Sportartikeln, Möbeln, Gesundheitsprodukten sowie Nahrungsmitteln. Aber
auch Investitionsgüter sollen schon bald nach Japan exportiert werden.
Die aktive Mithilfe der Tozai-Mitarbeiter bei Marketing und Verkauf vor
Ort ist das Erfolgsgeheimnis der Jungfirma, die damit ihren Kunden für
den Japan-Export einen Grossteil der Hindernisse aus dem Weg räumt. |
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Gesamtbewertung:
4,3
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| Innovationsgrad: Überzeugende Kombination von
Beratung und Verkaufsunterstützung. |
****
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| Marktreife: Erste Kunden konnten gewonnen
werden. |
***
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| Produktion: Als Dienstleistungsunternehmen unabhängig von Produktionsstätten. |
******
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| Vertrieb: Noch viel Power nötig, sowohl für
die Positionierung bei potenziellen Kunden in der Schweiz und Europa wie
auch für den weiteren Ausbau des Vertriebsnetzes in Japan. |
***
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| Finanzierung: Dank Finanzpartnern geregelt,
wobei sich der Erfolg innert kürzester Zeit einstellen muss. |
****
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| Marktpotential: Riesig. |
*****
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| Preis: Die Kombination von Basiskosten und
Provision aufgrund des Erfolges ist ein konkurrenzfähiges System. |
*****
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Die Bewertung reicht von ****** (sehr gut) bis *
(unbrauchbar).
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Claus Niedermann
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